#16 Durststrecke und Überfluss – Wie die Siedlungswasserwirtschaft unsere Zukunft sichert

Shownotes

Extreme Trockenperioden auf der einen Seite, Starkregen und Hochwasser auf der anderen: Der Klimawandel stellt die Wasserwirtschaft vor enorme Herausforderungen. In dieser Folge von Wasserdicht spricht Thorsten Schlautmann mit Prof. Dr. Christoph Donner, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, über die Strategien für eine nachhaltige Wasserversorgung in Zeiten zunehmender Wetterextreme. Im Fokus stehen die Rolle der Talsperren als Multifunktionsspeicher, neue Konzepte wie Schwammstadt und Schwammwald sowie die Frage, wie die Siedlungswasserwirtschaft dazu beiträgt, unsere Zukunft wasserbewusst und resilient zu gestalten.

Weiterführende Links: https://ruhrverband.de/

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00:00:14: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wasserdicht, dem Podcast rund um die Wasserwirtschaft beim Ruhrverband.

00:00:20: Wenn wir über Wasser sprechen dann geht es längst nicht mehr nur um saubres Trinkwasser oder funktionierende Abwassernsorgung – es geht um extremer!

00:00:27: Um lange Trockenphasen sinkende Wasserstände aber genauso um Starkregen, Hochwasser und plötzlichen Überfluss.

00:00:34: Wie können wir uns auf diese Gegensätze vorbereiten?

00:00:37: Welche Rolle spielt die Siedlungswasserwirtschaft dabei und mit welchen Strategien sorgt der Ruhrverband dafür, dass auch in Zukunft genug Wasser in guter Qualität zur Verfügung steht?

00:00:46: Darüber spreche ich heute mit einem Gast, der den Ruhrverband uns eine technische Ausrichtung maßgeblich prägt.

00:00:52: Ich freue mich sehr Professor Dr.

00:00:54: Christoph Donner bei Wasserdicht begrüßen zu dürfen!

00:00:57: Er ist Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand für Technik- und Flussgebietsmanagement beim Ruhr Verband.

00:01:02: – ich sage herzlich willkommen, Christoph!

00:01:04: Hallo Thorsten

00:01:05: Christoph, wenn wir heute über Wasser sprechen dann geht das ja fast immer um den Klimawandel.

00:01:10: Wie nimmst du persönlich die Veränderung aktuell wahr?

00:01:13: Er so als Schleichen im Prozess oder als spürbaren Umbruch?

00:01:17: Also ich würde sagen schon spürbar einen Umbrug.

00:01:19: Langsam habe ich auch schon älter geworden, dass ich auch sagen kann früher war alles anders.

00:01:23: aber ich glaube in dem Umbruchs merkt man gerade sehr stark und wir sehen wie sich die Extremwitter eignet jetzt schon Hand in Hand, immer sozusagen abwechseln.

00:01:31: Und es ist ja auch medial absolut ein Thema.

00:01:34: also Klimawandel kommt immer wieder vor und in dieser Folge sprechen wir über die Folgen des Klimawandels und natürlich darüber wie sich das auf die Wasserwirtschaft auswirkt.

00:01:43: da freue ich mich sehr drüber.

00:01:45: der Titel unserer Folge lautet ja Durststrecke und Überfluss.

00:01:48: also du hast diese beiden extreme grad schon mal angesprochen.

00:01:51: sind diese Gegensätze tatsächlich das neue normal oder was bedeutet dass dann konkret für die Wasservirtschaft im Ruhrgebiet oder im hohe Einzugsgebiet?

00:01:59: Also ich glaube schon, das neue Normal kann man schon nennen.

00:02:02: Allerdings, ich glaube was vielen klar ist wir haben an sich das einst Komma fünf Grad sie lange diskutiert Das haben wir gerissen Wir gehen auf zwei vielleicht auf zweieinhalb grad zu so und Ich glaube da passiert einiges Und natürlich gibt es jetzt mehr und mehr sozusagen Veränderungen die wir haben.

00:02:19: Ich glaube die Jahrhundertflut im Ahrtal ist allen noch im Begriff, haben alle noch wahrgenommen.

00:02:23: Wobei es sich ein bisschen so auch jetzt bei der Bevölkerung wieder so einstellt dass das nicht alle auf dem Fokus haben.

00:02:30: aber was alle sozusagen vielleicht spüren ist und wenn man mal in einem bekannten Kreis fragt ... ... zwanzig-zwanzig bis zwanzichfünfundzwanzIG... Das waren die wärmsten und trockensten Klimaszenarien die wir seit langem hatten!

00:02:41: Und die Niederschläge waren deutlich unter Mittelwerten.

00:02:44: Das ist aber an jedem nicht ungefähr so in Bewusstsein, sondern alle haben ein bisschen mehr.

00:02:48: so was war in den letzten vierzehn Tagen drei Wochen.

00:02:51: Was ist da sozusagen passiert?

00:02:53: Aber wenn wir uns mal alleine jetzt mal angucken von Februar zwanzig fünfzwanzig bis März zwanzisächsenswanzig Da kann sich jeder einmal gerade fragen wie habe ich das denn empfunden?

00:03:02: Wir müssen an sich sagen dass war der dritt niedrigste Wert seit neunzehnt siebenzwanziger mit Niederschlag.

00:03:07: Wir haben knapp sechstenhundert vierneinzig Millimeter Niederstark nur gehabt.

00:03:11: Das ist wirklich wenig für uns hier entsprechend.

00:03:14: Und wir haben natürlich nochmal, wenn man uns an die Jahre zwanzig, dreinzwanzigvierundzwanziger erinnern.

00:03:20: Das waren die nassesten Jahre, die wir hier mit uns hatten seit der Aufschreibung sozusagen der Wetter-Daten bei uns entsprechend und wir haben uns langsam glaube ich auch schon daran gewöhnt dass wir sagen so vierzehn trockene Jahre hintereinander das geht.

00:03:34: aber Ich glaube auch wenn alle in Spanien woanders Urlaub machen Wir wissen wie Dürre aussieht im Moment ganz schnell auch kommen kann und dass im Prinzip der Wasserspeichervorrat natürlich extrem wichtig ist.

00:03:48: Wie schätzt das denn einen?

00:03:49: Oft ist ja immer die Frage oder die Rede davon, ich kriege das in den sozialen Medien immer somit... Das heißt ja, Mensch guck mal früher gab es doch auch schon Hochwässer!

00:03:57: Und früher gab's doch auch noch schon ganz trockene Sommer!

00:03:59: Ich erinnere mich daran in den siebziger Jahren, da hatten wir nur trockne Sommer.

00:04:03: aber ich glaube die Häufigkeit macht den Unterschied,

00:04:05: oder?!

00:04:06: Also ich glaube das Gute ist, dass ein ist gefühlt wo jeder aus seiner Retro-Perspektive gefühlt zeigt, wie war das?

00:04:12: Und das eine sind eigentlich Daten und Fakten.

00:04:14: Und ich sage mal der Rohrverband ist jetzt einfach klasse!

00:04:17: Wir haben Daten seit dem Jahr sieben zwanzig komplett fix stehen.

00:04:21: wir sehen dass wir teilweise auf Daten von achtzehnhundertfünfzig noch zurückgreifen können Und was wir sehen, ist an sich die Daten sprechen eine andere Sprache als das gefühlte.

00:04:30: Es

00:04:30: gibt dann so eine Häufung ja?

00:04:32: Ja,

00:04:32: wir sehen an sich, die Häufungen wer rein an sich reingeht und sich die Temperaturanstieg jetzt anguckt wie stark haben sich denn die Ausschläge für extremen Niederschlag geändert.

00:04:43: Sehen wir dass wir in den letzten fünf bis zehn Jahren viel mehr Extreme haben.

00:04:48: Das ist der Moment das neue Normal.

00:04:51: aber bitte nochmal aufpassen.

00:04:53: alle denken Wir pegeln uns jetzt ein auf einem bestimmten Niveau.

00:04:57: Das wird nicht der Fall sein!

00:04:58: Wenn wir nicht weiter aktiv daran arbeiten, den Klimawandel zu begrenzen, wird es auch

00:05:04: weitergehen.".

00:05:06: Also machst du uns wenig Hoffnungen dafür einfach so weiterzumachen wie bislang?

00:05:09: Nein

00:05:10: ich möchte einfach... Vielleicht steht da Ruhverband aber stehe ich persönlich auch für.

00:05:14: Ich treffe auf Klimaleugner die sagen nein das ist ja alles nicht.

00:05:18: Das war früher schon historisch und ich durfte mit Leuten im Bundestag als Experten diskutieren.

00:05:23: Ich möchte nicht sagen, von welcher Fraktion.

00:05:24: gerade die sagen Nein das gibt es Klimawandel gibt es gar nicht.

00:05:28: ich möchte aber sagen Klimawandel ist da.

00:05:30: Wir erleben ihn grade extrem.

00:05:32: Unsere Generationen alle nachfolgenden werden ihnen noch extremer erleben.

00:05:37: und wenn wir jetzt gucken was passiert dann bis zwanzig seventy zwei tausend einhundert?

00:05:41: Was passiert wenn wir Kipppunkte erreichen wo wir jetzt noch nicht wissenschaftlich sagen können?

00:05:45: Wo es dann hingeht?

00:05:47: Das ist ein Szenario sein müssen.

00:05:48: Da haben wir vielleicht noch nicht ganz Klarheit.

00:05:50: Aber die Aufgabe, die wir haben, die auch als Ruhrverband haben und die wir als Team haben ist Wir müssen für die nächste Generation in unserer Gesellschaft diese Auswirkungen versuchen zu begrenzen.

00:06:01: Wir müssen weiterhin Klimaschutz arbeiten aber auch an Anpassung für Klimafolgemaßnahmen.

00:06:08: Wenn wir jetzt auf das Thema Siedlungswasserwirtschaft ein bisschen mehr eingehen dann ist es ja vor allen Dingen so dass dabei viele an Kanalisation oder Kläranladen denken.

00:06:18: Jetzt ist natürlich die Frage, warum ist sie tatsächlich zentraler Baustein für die Zukunftssicherung unserer Wasserversorgung?

00:06:26: Ich sage es mal aus der Perspektive.

00:06:28: Früher waren Kläranlagen nicht im Fokus.

00:06:31: Kläransagen sind ein ganz wichtiger Siedlungsfaktor und ich nenne immer gerne das Beispiel Siedler von Katarn.

00:06:38: wer im Prinzip die Hygiene nicht im Griff hat kann sich siedeln.

00:06:42: Wir leben hier in einer Metropolregion und auch im Mittelgebirg ist es wichtig, dass wir dort entsprechend die Klärung der Siedlungsabwässer, Industriewässer entsprechend hinbekommen.

00:06:52: Weil das Wasser was hinten noch rauskommt – das Klarwasser!

00:06:55: Ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Oberflächengewässern, die wir gerade haben Und die müssen wir entsprechend aufbereiten.

00:07:02: und ich glaube es ist deutlich wenn wir mehr und mehr sehen wie wenig Wasser in den Oberflächen normalerweise wäre dann ist neben den Talsperrensystemen als Speichersystem sind auch die Kläranlagen, die Rückführung der Wässer in die Oberflächen total wichtig.

00:07:18: durch die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie, also es wird ja Markaal genannt.

00:07:23: Sie hat sich der Rohrverband dann quasi neuer Herausforderung konfrontiert.

00:07:27: Einerseits muss nämlich der Anlagenpark mit einer vierten Reinigungsstufe nachgerüstet werden und andererseits sind diese Umbau- und Neubaumaßnahmen natürlich ziemlich teuer.

00:07:37: Also da sind riesen Investitionsvolumina mit verbunden.

00:07:40: wie kann denn da der Spagat zwischen Notwendigkeit auf der einen Seite aber auch Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite gelingen?

00:07:46: Also auf der einen Seite muss man sagen, die vierte Reinigungsstufe ist gesetzlich erforderlich und da sind wir entsprechend dran als Ruhrverband.

00:07:52: Thorsten Wieders schon sagt das.

00:07:54: im Moment würde ich es so beschreiben dass wir die nächste Generationenaufgabe gerade machen.

00:07:59: Wir haben immer Zyklen in der Infrastruktur-Landschaft, so möchte ich es mal nennen sozusagen bei uns weil wir sind Infrastrukturbetreiber, Generation vor uns hat auch zwischen nineteenhundert, fünfneunzig bis zweitausendfünf auch entsprechend schon ein Generationenzyklusweger.

00:08:14: Wir sind jetzt die Nächsten, die daran arbeiten dürfen und bei der vierten Reinigungsstufe sehen wir natürlich das sind fast dreizehn Anlagen, die für den Auswahl mit der Reinigung stufe jetzt entsprechend planen und umsetzen müssen.

00:08:25: Wir haben schon eine entsprechende auch in Brilon gemacht.

00:08:28: und was sind die Veranlassungen?

00:08:29: Die Veranlustung ist auf der einen Seite die Wasserrahmenrichtlinie, auf der anderen Seite die Begleitvereinbarung zur Änderung des Ruhrverbandgesetzes.

00:08:38: Wer das jetzt vielleicht gerade noch nicht kennt, weil wir da auf eingegangen sind.

00:08:40: Ja, ich

00:08:41: bin es gerne.

00:08:42: Genau und möchte einfach nur sagen Wir haben jetzt gemeinsam mit dem Land und mit den Bezirksregionen abgestimmt dass wir den Pegel sozusagen reduzieren.

00:08:51: Das ist also im Prinzip in Richtung Niedrigwasser Aufhöhung Entsprechend.

00:08:55: das was wir von Talsperren abgeben Das reduzieren wird zu bestimmten Zeiten um mehr Wasser Im talsperrenden Speicher verbunden zu haben.

00:09:04: Nur ein Gefühl zu geben im besten Fall bis zu zweiundvierzig dreiundvierzig Millionen Kubikmeter.

00:09:10: Und alleine im letzten Jahr, zwanzigfünfzwanzig haben wir dreindreißig Millionen Kubikumeter Wasser gespeichert.

00:09:17: Also im Prinzip haben wir eine komplette Fersetalsperre damit entsprechend gepuffert im eigenen System ohne diese Tatsperren schon jetzt bauen zu müssen.

00:09:27: Das sind schon krasse Zahlen wenn man das so hört.

00:09:29: Ja, aber bei den Zahlen.

00:09:31: Ich glaube wir kommen jetzt in Zahlen rein und du hast ja auch angesprochen, wie hoch ist denn das Investitionsvolumen?

00:09:37: Das ist gar nicht so einfach weil wir letztendlich bis zu zwanzigfünfvierzig Anlagen investieren und wir sehen gerade...

00:09:43: Du hast ja gerade davon gesprochen, dreizehn Anlagen für den Ausbau mit einer vierten Reinigungsstufe sind jetzt keine Peanutzner, die da investiert werden.

00:09:51: Nein also wir sprechen alleine sozusagen bis zwanzich zweiunddreißig über seventy-vier.

00:10:00: Wir müssen jetzt gucken, wo geht das insgesamt hin?

00:10:02: Wir sehen gerade auch dass die Sperrung von der Sehblockade Hormus wie wirkt sich das auf Stahl und andere Produkte aus.

00:10:09: Und wenn wir alleine noch mal bis zu zwanzig fünf vierzig uns das angucken dann sprechen wir mindestens über hundertfünfzig Millionen wenn nicht noch mehr.

00:10:16: und da muss man jetzt natürlich sehr vorsichtig sein.

00:10:18: deswegen bitte ich auch diese Zahlen sehr vorsichtlich zu behandeln weil es nur eine Hochrechnung aufgrund von alten Zahlenwerten ist, die man aus Erfahrungswerten hatte und versucht sie relativ gut abzuschätzen.

00:10:29: Was wir sehen ist, wir sprechen über ein enormes Investitionsprogramm was wir gerade nicht nur der Ruhrverband in der Branche gerade machen alleine um die vierte Abwassereinigungsstufe sozusagen auch umzusetzen.

00:10:43: Ja du hast ja grad schon die Lieferketten angesprochen Straße von Hormuz.

00:10:50: Da frage ich mich natürlich, mit welcher Technologie möchte denn der Ruhrverband dann da an den Start gehen wenn es um die vierte Reinigungsstufe geht.

00:10:56: Also Ich habe mal gehört Es geht aktiv Kohlefilterung und Ozonierung.

00:11:02: Was ist denn da die Wahl des Ruhrverbands?

00:11:06: Also ich glaube das ganz richtig.

00:11:07: Wir kennen verschiedene Verfahren wie man Spurenstoffe entsprechend rausholen kann Und das Wichtige dabei ist dass wir jetzt gucken müssen ein Verfahren nehmen, was Richtung Lieferkette natürlich auch keine Probleme macht.

00:11:25: Das ist sozusagen vielleicht die zweite Bewertungsebene und das erste ist wo dienen die Verfahren effektiv und nachhaltig dazu die Spurenstoffe aus dem Wasserkrafthof rauszubekommen?

00:11:35: Wir kennen dann natürlich die sogenannten Azorbaverfahren, dass es zum Beispiel Aktivkohle ist an sich wie ein Magnet der dann entsprechend sozusagen bestimmte Stoffe aufnimmt.

00:11:45: aber wie es eben so ist diese Aktivkole muss auch entsprechend abgebaut werden, hergestellt und thermisch aufbereitet werden.

00:11:52: Was auch natürlich sehr aufwendig ist was auch Lieferketten hat.

00:11:55: und im Moment muss man sagen es gibt viele Aktivkohlen aus China und wir sehen natürlich gerade auch die globalen Handelswege wie man damit umgehen kann.

00:12:04: und natürlich wenn wir mehr und mehr regenerative Energie haben kommen natürlich Verfahren wie Ozonung in dem Wasserbereich schon.

00:12:10: nehmen wir das Müllheimer Verfahren zum Beispiel wo Ozonungen schon seit zwanzig Ich glaube, in mindestens zwanzig dreißig Jahren eingesetzt wird entsprechend die Verfahren, die dann auch genannt werden.

00:12:20: Wir haben uns für Ozonung entschieden um dort entsprechend weiterzugehen.

00:12:25: Jetzt wissen unsere Zürcherinnen und Zürer schon, mit welchen Tricks der Ruhrverband zukünftig arbeitet.

00:12:31: Und vor allen Dingen was der Ruherverband monetär in die Hand nehmen muss.

00:12:35: Ja aber da vielleicht noch Monetär in den Hand nehmen?

00:12:38: Also der Ruheverband... Es gibt noch eine intensive Diskussion gerade mit dem chemischen Industrie natürlich, mit der pharmazeutischen Industie auch entsprechend mit der kosmetischen Industri.

00:12:49: und dann geht es um die Hersteller Verantwortung.

00:12:51: Und wir sind gerade als Ruhrverband mit den anderen Verbänden auch sehr aktiv national, aber auch in Brüssel unterwegs.

00:12:56: Weil es geht darum wer hat die Verantwortung für die Inverkehrbringung von Stoffen und nachher auch dass die Stoffe sozusagen aus dem Wasserkrausdorf entfernt werden?

00:13:08: Dazu sagen wir an sich Hersteller Verantwortung und das ist gerade ein Thema hat derjenige der das macht zahlt er auch anteilig an der vierten Avassareinungsstufe.

00:13:17: im Moment sagt das europäische Parlament Und auch national, Umweltminister Schneider sagen ganz klar Herstellerverantwortung ist wichtig.

00:13:26: Auch um eine Lenkungswirkung zu haben.

00:13:29: und das bedeutet und wir diskutieren gerade wie werden die Bürger entlastet oder nicht?

00:13:33: Hier ist ganz klar hier gehen die Kosten zu Achtzig Prozent an die pharmazeutische Industrie in Klammern.

00:13:40: Die Kosmetikindustrie hatte auch einen Anteil dran.

00:13:42: Das wird sozusagen dass sie die Kosten tragen für den nächsten sechs Jahre dann entsprechend auch mittragen die Abschreibungskosten.

00:13:49: Ansonsten, das muss man ganz offen ansprechen.

00:13:51: Ansonst wird es solidarisiert.

00:13:53: Sprich ist wieder über die Apfassalöne getäubt?

00:13:55: Genau!

00:13:56: Habe ich mir fast gedacht... Jetzt ist es so dass das Herzstück der Arbeit des Rohrverbands ja die Talsperren sind und damit eben auch die Wasserversorgung gesichert wird.

00:14:05: welche Aufgaben würdest du sagen erfüllen sie heute und warum sind Sie aus deiner Sicht weit mehr als reine Wasserspeicher?

00:14:13: Wenn ihr mit mir sprecht, wisst ihr ich spreche gerne über Multifunktionsspeicher.

00:14:16: Das machen wir jetzt auch in der Arbeitsgemeinschaft der Trinkwassertalsperrenbetreiber auch woanders weil Talspären für... Ich bin jetzt jemanden an einer Talsperre aufgewachsen ist am Händesee eine Händetalsperr und ich habe früher auch nur gesehen ja gut verstanden das es so für Trink oder Brauchwasserversorgung das hat man glaube.

00:14:33: ich haben glaube ich alle auch im Ruhe Einzusgebiet verstanden.

00:14:36: Hochwasserschutz war uns auch immer klar.

00:14:38: Dann muss man mal gucken, wie viel kann denn überhaupt insgesamt im Hochwasserschutz gemacht werden?

00:14:42: Was aber im Rahmen vom Klimawandel viel stärker in den Fokus geraten ist.

00:14:47: Das ist die Niedrigwasseraufhöhung, sprich... Man kann auch sagen so eine Unterwasserabgabe sozusagen einen Spender an den Fluss der sonst trocken fallen würde.

00:14:57: Wir haben lange und ich weiß noch Zeiten wo ich auf Podiumsdiskussionen war Talsperren immer angegriffen worden sind als Querbauwerke und Querbauwerke sollten weg, weil sie natürlich für den Flussgebiet nicht immer einfach sind.

00:15:11: Wenn dort keine Fischaufstiegstreppen sind usw.

00:15:14: Aber ich glaube wir haben jetzt erkannt das im Rahmen der Klimawandel Anpassung die Talspären, die Multifunktionsspeiche eine der ganz wichtigen Baustahne sind um dort auch zu arbeiten Und auch diesen Ziehkonflikt zwischen Wasserversorgung Hochwasserschutz natürlich auch im Prinzip abzumildern entsprechend.

00:15:34: Wir können Tatsperren natürlich relativ leer fahren, damit wenn ein Hochwasser kommt, damit möglichst viel Stauraum da ist.

00:15:41: aber wenn man sieht wie unsere Tatsparenleitzentrale jeden Tag optimal managed zwischen den verschiedenen Ansprüchen welche Mengen werden abgegeben?

00:15:51: Ich glaube das bin nicht nur ich beeindruckt sondern auch jeder der es mitkriegen würde wer sehr beeindruckend wieviel Know-how dort ist und wie stark auch gesteuert wird jeden tag.

00:15:59: Ja, wir hatten dazu in der ersten Staffel bereits mal eine Folge und das war schon sehr faszinierend festzustellen.

00:16:05: Wie genau da tatsächlich gesteuert werden muss.

00:16:07: auf der einen Seite wenn du in Starkregenzeiten oder in Zeiten wo es halt häufiger mal rechnet, wenn du da keine rückhalte Möglichkeiten hast wäre's ja genauso fatal wie im Sommer wenn du keine Reserven plötzlich hättest.

00:16:19: also dass ist tatsächlich ein sehr sehr spannendes Thema was ich finde und das auch mich muss ich sagen aus der ersten Staffel doch ziemlich geprägt hat.

00:16:27: Genau, aber wir haben natürlich ein Spannungsfeld zwischen gut chemischen Zustand, guten mengenmäßigen Zustand und guten ökologischen Zustands.

00:16:35: Und da müssen wir noch mal sehr stark reingehen und gucken – und da sind wir glaube ich immerhin viel tiefer drin -, dass wir auch sagen müssen, wenn wir jetzt weniger Wasser haben!

00:16:44: Was bedeutet denn das zum Beispiel für das aquatische Ökosystem?

00:16:47: Wir haben gerade sehr intensiven Diskussionen als Verschlechterungsgebot.

00:16:51: Verschlechterungsgebot

00:16:54: bedeutet

00:16:55: an sich, dass ein Zustand wie er zum Beispiel in der Wasserrahmenrichting historisch war.

00:17:00: Dass wir jetzt eine Menge erreicht haben das natürlich ein verschlechterung Geburt bedeutet.

00:17:04: der Zustand darf nicht schlechter werden.

00:17:06: aber wir haben gerade gesehen und es hat mir am Anfang angesprochen dass wir viel weniger wasser, Wassermengen hatten, dass das natürlich Auswirkungen auf den aquatischen Ökosystem hat und dass wir natürlich jetzt diskutieren also wie viele Auswirkungen können wir dann sozusagen noch schützend durch Unterwasserabgaben, sprich Niedigwasseraufhöhung noch sozusagen Steuern dazugeben und was nicht.

00:17:28: Also deswegen nur hier der Hinweis ein Verschlechterungsgebot unter gewisser Zustand geraten mehr um einen Fokus von allen am Wasserkreis auf Beteiligten.

00:17:36: Okay!

00:17:37: Wir müssen in einem Tatsch perren und ihre Bewirtschaftung deiner Meinung nach angepasst werden, um sowohl beides also Trockenphasen auf der Einseite als auch Hochwassereignisse überhaupt besser abfedern zu können.

00:17:48: Also ich glaube, dass wir die Systeme viel flexibler gerade ausgestalten.

00:17:53: Das was ich gerade schon einmal gesagt habe, wir steuern schon intensiv und ganz wichtig sind an sich Prognosen.

00:17:58: Wir kennen das alle, die Wettervorhersagen jeder guckt ja im Moment auch so wieder in den nächsten drei Tage.

00:18:02: Wir sehen das an sich eine Wochenprognose ganz gut ist.

00:18:05: der deutsche Wetterdienst arbeitet dran.

00:18:07: Drei Monate vorhersage, die natürlich noch hohe Schwankungsbreite haben Und am Ende Ich glaube soviel kann man sagen langer Phänomen, was regional noch auch unterschiedlich ist.

00:18:22: Und wir sehen ja immer nicht jeder Regen der angesagt worden ist kommt genau in die Region an sondern kann auch woanders erst kommen oder so und ich glaube das wird nochmal sehr viel deutlicher dass wir dort reingehen können da noch flexibler steuern um es abzufedern.

00:18:38: Das andere ist jetzt allein immer die Talsperren.

00:18:41: Der Ruhrverband macht einen total guten Job aber vielen ist nicht klar dass wir natürlich nur das Wasser in den Tatsperren einfängen können, was oberhalb der Tatspären ist.

00:18:49: Das sind die Einzugsgebieten.

00:18:51: Wir sprechen ungefähr über dreinundzwanzig Prozent im gesamten Einzusgebiet, was sozusagen oberhalt von Tatsparren liegt und das können auch die Tatsprärchen nur versuchen abzudämpfen wenn ein Hochwasser kommt oder möglichst viel Wasser aufzufangen.

00:19:07: Was da drunter liegt es nicht so einfach.

00:19:09: und wenn wir sagen mal das Ländetal oder so haben dort nicht nachher im Unterlauf keine großen Tatsperre mehr.

00:19:15: Und man hat es ja auch im Ereignis beim Hochwasser gesehen, dass eben die restlichen sieben-sebzig Prozent im Ruhr Einzugsgebiet einfach dann abfließen.

00:19:25: Wenn diese sieben und sieben Prozent einfach abfliesen, da muss man sich ja irgendwie Gedanken über andere Konzepte machen.

00:19:30: Jetzt geistert schon seit Jahren immer der Begriff Schwammstadt durch den Medien.

00:19:35: Und erklären es doch vielleicht einmal ganz kurz, was steckt denn hinter diesem Begriff Schwammstadt und welche Rolle spielt das Konzept dann für Städte im Einzugsgebiet der Ruhe?

00:19:44: Ganz konkret.

00:19:46: Schwammstad ist – jetzt habt ihr jemanden in Berlin, das auch schon intensiv mitmachen könnte – heißt natürlich darum, wir haben an sich Urbarnraum immer mehr versiegelt!

00:19:54: Wir haben an sich sehr viel Wasser schnell abgeführt, sei es in Mischkanalisation oder im Kanal rein abgeleitet und dann schnell in die Vorflut und weg geführt über die Flüsse, beispielsweise uns im Reinstiegsgebiet in den Rhein.

00:20:07: Das ist nicht mehr das Ziel!

00:20:09: Wir versuchen heutzutage vielmehr, in der Fläche zu entsiegeln, vielmehr in der fläche das Wasser auch zu halten – das sind zum Beispiel molen Rigolenanlagen, die man in einer Schwammstadt macht, unser Begriff schwammen?

00:20:19: Ist vollkommen richtig.

00:20:20: eine Stadt muss vielmeher das Wasser aufsaugen Was von den Dächern, von dem versiegelten Flächen runterkommt.

00:20:26: So was haben wir gemacht?

00:20:28: Wir sind auch Teilnehmer im Fördervorhaben, klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft.

00:20:33: Bist ein einfacher Aufsgesprochen für nicht Chris.

00:20:35: Ja viel besser!

00:20:36: Dann ja Chris kann man sich glaube ich so vorstellen sozusagen.

00:20:39: M-Schaulandschaft Lippeverband arbeitet da intensiv dran.

00:20:41: Da sind wir mit einigen Kommunen auch dran und dafür gibt es sechzig Prozent Förderung und vierzig Prozent muss man aber noch Eigenanteile haben.

00:20:50: Das ist auch noch mal ein Punkt, wo man sagt okay wäre es denn bereit auf solche Maßnahmen umzusetzen.

00:20:56: Ich möchte aber nochmal sagen alleine dieses Maßnahme wird mit hundert und zwanzig Millionen gefördert.

00:21:01: also das Land steckt schon Geld rein.

00:21:03: so jetzt müssen wir zwei Themen sehen als Ruhrverband.

00:21:06: das eine ist dass wir natürlich für einen Teil der Ruhmetropole regione RVR mit dem Regionalverband Ruhr, eng zusammenarbeiten und mit den anderen, wie Amtscheidenschaft Lippeverband, mit der anderen gesetzlichen Verbände und gucken.

00:21:19: Wie können wir die Maßnahmen umsetzen?

00:21:21: Aber ich sage nochmal vielen muss aber auch klar sein das im ländlichen Raum.

00:21:25: Ich spreche jetzt das Mittelgebirge an Sauerland

00:21:28: usw.,

00:21:29: dass da natürlich die Schwammstadt philosophie gar nicht so stark war weil man natürlich sagt okay Wir sind fast im grünen wie gehen wir damit um?

00:21:37: Und ich glaube, das ist ein Konzept sich anzugucken und zu sagen.

00:21:40: Da denken wir als Ruhrverband jetzt weiter was machen mit Schwammstadt?

00:21:44: In der Metropolregion Ruhr?

00:21:46: Was machen wir sozusagen mit den Schwammstätten die wir auch im kleinen und mittleren urbanen Raum haben?

00:21:52: Dann müssen wir noch weiter gucken.

00:21:54: wenn wir Wasser speichern wollen sind es nicht nur die urbanen Siedlungen sondern dann kommt nebenbei den Kommunen auch immer dazu Landwirtschaft müssen wir hinzunehmen.

00:22:03: Landwirtschaft ist ein ganz wichtiger Faktor, ein Boden muss Wasser aufnehmen können und einen hoch verdichteter Boden nimmt nicht viel Wasser auf.

00:22:10: Und deswegen werden wir dort intensiv auch mit der Landwirtschaftskammer weiter kooperieren.

00:22:15: und natürlich der Wald.

00:22:16: Wir sprechen also wenn wir schwamm statt, sprechen wir natürlich auch über die Fähigkeit Schwamm-Landwirtschaft aber auch Schwammwald Ja

00:22:24: was verbirgt sich denn da?

00:22:25: Also es gibt seitens des Rohrverbands ja eine sehr Bekanntes Areal mittlerweile, das auch mehrfach durch die Presse gegangen ist.

00:22:34: Das befindet sich am Möhnesee.

00:22:37: und was ist da?

00:22:38: Die Schwierigkeit gewesen?

00:22:40: also weswegen hat man da gesagt dass Stückchen Wald das werden wir wieder umgestalten.

00:22:46: ich glaube wie immer Man weiß dass in der Generation vorher hat früher Und ich komme selber auch ein bisschen aus der Forstwirtschaft.

00:22:52: Man hat das natürlich gemacht, man hat einen Wald sozusagen entwässert damit bestimmte Pflichtenbaumkulturen dort auch stehen konnten und sozusagen mit ihr als Flachwurzler nicht im Wasser standen was die nicht gut vertragen können.

00:23:04: Alleine im Bereich Möhnesee haben wir ungefähr achtzehn Kilometer historische Entwässerungsgräben.

00:23:10: Das heißt der Waldboden wird quasi trainiert?

00:23:12: Genau!

00:23:13: Das ist eine reine Drainage, die dort rein liegt.

00:23:14: Das war an sich Stand der Technik wie man es gemacht hat.

00:23:18: Ähm, diese... und ich sag mal, achtzehn Kilometer, damit man sich das einfach nur mal vorstellen kann.

00:23:26: Achtzehn Km hört es sich einfach an, da liegen achtzehnt Kilometer Drainage aber das ist eine Fläche von ungefähr hundert Hektar die dort Waldfläche, die dadurch beeinflusst wird.

00:23:36: So und die wird dann entsprechend und wir haben jetzt bisher zwei Kilometer zurückgebaut.

00:23:41: der Plan ist und da wollen wir als Rohverband auch aktiv weiter vorgehen und kriegen auch die Unterstützung vom Land.

00:23:47: Und ich sage mal von den Forsten, dass wir sagen Wir bauen hundert Prozent zurück.

00:23:52: Und

00:23:53: nicht was vor der Brust noch offenstehende sechzehn Kilometer?

00:23:56: Ja ja und das ist ja nicht nur der Möhnessee.

00:23:58: Wenn ich am Mönessee bin sondern wir gehen für diesen Waldbau und Waldumbau sozusagen unverschluster Entwässerungskreben möchten wir als Ruhrverband auch sagen als einer der großen Forstbesitzer, die wir natürlich haben.

00:24:10: Weil wir natürlich im Einzigegebiet der Talsperre und natürlich die Forste sind ein ganz wichtiges Element als Schutzfaktor für die Talspäre.

00:24:17: Ich glaube es ist nicht allen bekannt dass wir drei tausend einhundert Hektar Waldfläche haben.

00:24:21: So und wie haben gesagt?

00:24:22: Wir können nicht nur sagen!

00:24:23: Wir müssen Maßnahmen Für Schwammwald machen.

00:24:28: Wir müssen Maßnahmen Richtung Klimawandel Anpassung machen Sondern wir machen aktiv Und dazu stehen wir auch und wir haben das Programm jetzt entsprechend.

00:24:34: Dass wir sagen Wie können wir mit unseren Flächen Das jetzt weiter ausbauen

00:24:38: Und wozu ist das dann genau notwendig?

00:24:40: Also die Greben werden quasi zurückgebaut.

00:24:42: Das heißt, der Wald bekommt auch so eine Art Schwammwesen.

00:24:50: also er speichert Wasser besser Er führt es langsamer ab Die Pflanzen werden besser versorgt die Waldpflanzen Was hat es damit genau auf Sicht?

00:25:01: was bewirkt dieser Wasserrückhalt den wir da letztendlich bekommen durch den Rückbau?

00:25:07: Er hat genau was so angesprochen.

00:25:09: Das Speicher, die Speicherfähigkeit wird genutzt und wir sehen es gerade.

00:25:14: ich möchte jetzt keine Reklamen machen aber zum Beispiel das UFZ da kann man immer dass ist ein Forschungszentrum ufz leipzig.

00:25:21: die haben Karten über Dürre-Situation im Oberboden sprich die ersten fünf zwanzig Zentimeter ohne dann die er eins Komma acht Meter im Boden.

00:25:29: und ich sage mal alleine Jetzt Januar Februar hatten wir schon eine äußerste Dürr in einigen Bereichen.

00:25:35: Weil natürlich wir sind jetzt nicht in der norddeutschen Tiefebene, wo wir ich sage mal hundert Meter tiefe Sandböden haben.

00:25:42: Und deswegen ist es wichtig die Chancen wo wir Wasser speichern zu können.

00:25:46: und wenn nicht trainiert wird nimm eben die Tonböde und die anderen und senken nehmen das auf.

00:25:51: so und das ist genau das Ziel.

00:25:52: Wir haben langsam einen Abfluss und am Ende da ist natürlich so eine Dauerwald bewirtschaftung.

00:25:57: Natürlich sie reduziert auch die Bohneerusion Und auch den Sedimenteintrag.

00:26:01: Weil das ist ein Thema, was wir gerade im Ruheinzugsgebiet sehen.

00:26:04: Gerade bei den Ruhestau-Säen, dass immer mehr Sedimente nun angelagert werden.

00:26:08: Starkregenereignisse wird mir abgeschwemmt und von daher... Das ist aus unserer Sicht einer der guten wichtigen Schritte wo wir alle in Forsten mit einladen möchten die Landesforsten, die Privatforsten sozusagen und der Ruhrverband geht einen Schritt hiermit aktiv weiter.

00:26:22: Also win-win für alle so zu sagen.

00:26:25: Jetzt lassen sich aber solche Konzepte ja nicht alleine umsetzen.

00:26:27: also Nicht nur der Ruhrverband arbeitet dran, sondern da ist natürlich dann auch die Frage wie funktioniert denn die Zusammenarbeit mit den Kommunen?

00:26:35: Du hast ja gerade die Vorsichtwirtschaft schon angesprochen.

00:26:37: Das funktioniert also ganz gut.

00:26:39: aber wir gehen auch Politik und andere Akteure mit dem Thema

00:26:41: um.

00:26:42: Also ich glaube dass wir schon nehmen eine Metropolregion Ruhr, gerade noch eine intensive Diskussion haben, wie wir damit umgehen gucken uns das Ruhrgebiet an.

00:26:51: Die Frage, da möchte ich einfach nur auch vorwahren weil jetzt kommen mehr auf die Kassen sind leer.

00:26:56: Können wir uns das überhaupt noch leisten?

00:26:58: Ich glaube, es ist ganz wichtig dass wir das auf jeden Fall weiter machen.

00:27:03: Wir diskutieren gerade auch die Rolle des Ruhrverbandes muss man fairerweise auch sagen weil der Ruhrverband natürlich an sich klare Aufgaben hat.

00:27:11: Wir haben das Talsperrenmanagement und im Prinzip das Abwassermanagement mit den Kläranlagen Das gesamtheitliche Flussgebietmanagement was natürlich dem Bezirksregionen und dem Land unterliegt war bis jetzt nicht vollständig sozusagen Aufgabe des Ruhrverbandes.

00:27:27: Was wir gerade machen ist, wir übernehmen Gewässerunterhaltung wie zum Beispiel im Kreis Olpe.

00:27:31: Wir gehen dort weiter mit rein und wir definieren gerade gesellschaftlich müssen wir bestimmte Aufgaben als Ruhrverband für die Gesellschaft weiter übernehmen damit sie auch in eine entsprechende Zeit umgesetzt werden.

00:27:45: und wir müssen auch klären wer finanziert die.

00:27:48: Finanzierung ist ein ganz spannendes Thema denn es kommen ja ganz viele neue Technologien auch damit hinzu.

00:27:54: Also wir sprechen von Modellierungsverfahren, Digitalisierung.

00:27:57: der Ruhrverband spricht auch von Innovationen.

00:28:00: wie sieht es denn da aus um die Zukunftssicherung der Wasserversorgung?

00:28:03: Wir sind ein datengetriebenes Unternehmen ich denke mal jedes Technologieunternehmen und Umweltechnologieunternehmen an sich und auf der anderen Seite Dienstleister.

00:28:11: Wir haben viele Daten, um nur die Spannbreite zu zeigen.

00:28:14: Auf der einen Seite was wir angesprochen haben wie sind dann die Abflussdaten der Talsperren?

00:28:18: Wie managen wir das sozusagen?

00:28:20: Wie erzeugen wir regenerative Energie damit?

00:28:22: Was bedeutet das für das aquatische Ökosystem?

00:28:25: Wie können wir das optimal ausgestalten bis hin zur Kläranlagen abläufen Und wir haben ja gerade noch SARS-CoVid vielleicht alle Erinnerungen.

00:28:33: Wie können wir sozusagen im Abwasser auch Daten ermitteln, wo wir sehen?

00:28:37: Haben wir wieder eine Pandemie oder nicht?

00:28:39: Plus die ganzen technischen Anlagen, die wir haben mit Daten und von daher Daten sind der Schatz zur Zukunft.

00:28:46: Wir arbeiten daran, die viel effektiver noch zu nutzen Forschungseinrichtungen, die dazu berechtigt sind, zur Verfügung zu stellen Aber auch als versorgungskritische Infrastruktur extrem darauf aufzupassen, welche Daten sind für einen öffentlichen Raum und welche sind an sich gekapselt nur vertraulich für bestimmte Datennutzer dann zur Verfügung.

00:29:07: Ist die Datennutzung oder der Datenvorbehalt wenn wir jetzt mal zehn oder zwanzig Jahre vorausblicken?

00:29:14: Sind das aus deiner Sicht schon die wichtigsten Stellschrauben um die Wasserversorgung nachhaltig zu sichern?

00:29:19: Wenn

00:29:20: wir über die Wasserversorgung sprechen, müssen wir einmal Roh- und Trinkwasser sehen.

00:29:24: Und das war nicht unser Verdienst!

00:29:25: Das waren... Die Generationen vor uns, die Anfang des Jahrhunderts angefangen haben, Talsperren zu bauen, Professor Inz und andere an sich, die aktiv dran waren.

00:29:35: Wir konnten sie weiter ausbauen und pflegen.

00:29:38: Ich glaube schon dass wir in den nächsten zehn, zwanzig Jahren etwas haben wo wir über Speichermanagement sprechen.

00:29:46: Speichermenagement, Gas.

00:29:48: Wir hören so die Gasspeicher sind gerade aktuell vielleicht die Chorosin-Speicher.

00:29:52: wir können nicht mehr fliegen.

00:29:54: Es wird total wichtig sein Die Anpassung nächsten zehn, zwanzig Jahre Richtung Speichermanagement zu machen um Extremwettereignisse sowohl Dürre als auch Hochwasser optimal managen zu können.

00:30:05: werden es Nicht vermeiden können.

00:30:07: das nichts mehr passiert.

00:30:08: auch noch mal weil viele denken immer Hochwasser könnte man komplett schützen.

00:30:12: wir können Hochwasser in einem bestimmten Rahmen sozusagen dämpfen verändern Aber das sozusagen aufnehmen.

00:30:18: Das, was wir brauchen ist natürlich... Wir müssen intensiver zusammenarbeiten!

00:30:23: Das wird etwas sein und wir müssen zusammenarbeiten.

00:30:24: Wir werden mehr koordinieren müssen und wir hatten in der Frage vorhin immer Datenprognosen.

00:30:29: Wir wären vielmehr mit künstlicher Intelligenz arbeiten, mit Datenmodellen.

00:30:32: Wir arbeiten ganz mit neuen innovativen Forschungseinrichtungen und Prognosemodellen zusammen um sozusagen zu entscheiden welche Maßnahmen setzen jetzt um?

00:30:42: Welche Auswirkungen haben die?

00:30:44: Um auch zu priorisieren Welche Maßnahmen machen wir denn jetzt?

00:30:47: Weil wir ja nicht alles machen können, aber die wichtigsten werden wir jetzt umsetzen müssen.

00:30:53: Wenn du das Thema Speicher gerade so als großes Zukunftsthema auch siehst was wären dann dann die Alternativen zur Talsperre zum Schwammwald zu Schwammstadt?

00:31:05: gibt es da noch weitere Speichermöglichkeiten wo du sagst die könnten zukünftig eine Rolle spielen?

00:31:10: generell aber auch bei uns beim Ruhrverband?

00:31:13: Also wir haben zum Beispiel Hochwasserregenrückhalterbecken, die man sich an sich nochmal angucken muss.

00:31:18: Die auch mehr und mehr kommen.

00:31:19: Wenn wir extreme Niederschläge haben und dort Hochwasserregen rückhalte Becken gebaut werden sind das vielleicht auch Anlagen die temporär Wasser zurückhalten.

00:31:27: dann wären die Tore sozusagen aufgemacht.

00:31:29: Das gibt es schon in Deutschland woanders an einigen Stellen.

00:31:33: Und dann heißt es, man hat vielleicht für ein Monat das Hochwasser zurückgehalten.

00:31:37: Langsam wird er abgegeben und dann werden die Tore aufgemacht.

00:31:40: Man kann zum Beispiel eine Strasse oder eine Seitenstraße benutzen.

00:31:43: Das sind sozusagen ganz neue Ansätze.

00:31:45: Ich glaube schon dass wir insgesamt da ein bisschen umdenken müssen.

00:31:52: Wir haben das Thema Schwammstadt Dann müssen wir gucken in der Metropole-Region und auch im urbanen Raum Mittelgebirge.

00:31:59: Wie können wir was wie umsetzen?

00:32:01: Landwirtschaft, glaube ich wird es intensiver sein.

00:32:04: Wie können auch Förderprogramme dafür eingesetzt werden?

00:32:06: Weil die Landwirte müssen unterstützt werden um dort Anreize zu haben.

00:32:11: Es ist schon ein Unterschied sozusagen ob ich jetzt ökologischen Anbaumache in Richtung Aufnahme von Wasser als normalen landwirtschaftlichen Anbau Wobei ich da wirklich sagen muss Die meisten ziehen sehr intensiv mit Brauchen aber auch Fördernung dann weil sie natürlich auch gucken müssen wie erhaltig meine Landschaft und so weiter.

00:32:31: Beim Forst, glaube ich ist es gut.

00:32:34: Da laufen wir jetzt los aber da dürfen die Chancen nicht verpassen.

00:32:37: Die Kalamitätsflächen sprich die Flächen durch Borggefer und Sturm und so weiter freigezogen worden

00:32:44: sind

00:32:44: eine große Menge und wir sehen das wenn wir jetzt durch das Sauerland fahren oder diese Flächen jetzt so nutzen dass sie so gut angebaut werden dass wir mit der neuen Nachkultivierung sprich mit dem Anbau von bestimmten forstwirtschaftlichen Pflanzen eine Baumstruktur und Waldstruktur kriegen, die natürlich diesen Effekt Richtung Speicherung viel mehr unterstützt.

00:33:07: Und der Rest ist an sich glaube wir sollten alle sorgsam mit Wasser umgehen.

00:33:10: was ich aber auch sagen muss und das ist auch noch mal ganz wichtig jeder der Henry also alle Bürger sollten an sich Interesse haben an Dürre und Hochwasser sozusagen sich da zu vertiefen.

00:33:22: es wird mehr und mehr auch eine Eigenvorsorge kommen Und wir werden eine Diskussion kriegen, gerade dort wo im Ruhrtal zum Beispiel gesiedelt worden ist.

00:33:30: Die dann betroffen sind... wie geht man mit den Betroffenen um?

00:33:33: Was kann man machen?

00:33:34: Wen kann man schützen?

00:33:35: Wie viele finanzielle Mittel sind gesellschaftlich dafür da die zu schützen?

00:33:40: und wo muss Eigenversorge getrieben werden?

00:33:42: Wo muss man sich selber schützen oder müssen anders denken?

00:33:46: Okay.

00:33:48: Gestattest du mir zum Abschluss noch eine persönliche Frage?

00:33:50: Natürlich!

00:33:51: Was motiviert dich ganz persönlich?

00:33:53: ich tagtäglich mit diesen komplexen und langfristigen Herausforderungen in der Wasserwirtschaft herumzuschlagen.

00:34:00: Okay, Thorsten wir kennen uns ja langsam auch schon!

00:34:02: Vielleicht hat man es hier gemerkt.

00:34:03: also als jemand der im Sauerland schon klein auf immer mit Wasser aufgewachsen ist habe ich einfach eine totale Leidenschaft für Wasser.

00:34:09: Ich finde Wasser nicht nur im H-Zoo-Molekül, ich find's in allen Form interessant sei es... Man guckt sich abwasser an, man guckt mich auch mal den Tal sperren, man kuckt sie im Flusssystem das Wasser an.

00:34:21: Ich glaube, als Ressourcer ist Wasser für uns total wichtig.

00:34:24: Ich finde Klimawandel faszinierend – ich glaube aber auch und deswegen sage ich mal so Siedler von Katan!

00:34:30: Es ist schon wichtig wenn man verstanden hat wie wichtig die Ressource wasser für uns gesammtheitig ist.

00:34:35: Hat das eine enorme Faszination?

00:34:37: Und ich sag mal dass es weiter ist... ...es macht total viel Spaß zu seiner Heimatregion.

00:34:42: Das ist vielleicht etwas was mich total begeistert.

00:34:45: Wenn man mitgestalten darf, mit einem Team.

00:34:47: Mit dem Ruhrverband und allen anderen Protagonisten.

00:34:50: was wir jetzt an sich gemeinsam gestalten dürfen müssen finde ich total gut und freue mich Teil des Teams zu sein und ich glaube das ist Teil der Faszination.

00:34:59: von daher es macht Spaß und Wasser ist für mich Leidenschaft.

00:35:03: Getreuen im alten Werbeslogen würde ich sagen Es gibt viele Herausforderungen.

00:35:06: packen wir's an.

00:35:08: Ja danke Kommt

00:35:09: darauf einmal anstoßen mit Ruhrwasser Wie sich das gehört?

00:35:13: Tja, ihr Lieben!

00:35:14: Das war Wasserlicht für heute.

00:35:16: In der nächsten Folge warten euch ebenfalls wieder spannende Einblicke rund um die Ruhe – den Ruherband und natürlich die Herausforderung der modernen Wasservirtschaft.

00:35:24: Und wenn euch diese Folge gefallen hat folgt uns auf angängigen Podcast-Plattformen, bewertet uns und vor allen Dingen empfiehlt Wasserlicht gerne weiter.

00:35:32: In diesem Sinne bis bald.

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