#18 Laichkraut statt Bestzeit: Nutzungskonflikte an den Ruhrverbandsstauseen

Shownotes

Dichte grüne Teppiche unter der Wasseroberfläche, eingeschränkter Bade- und Wassersportbetrieb und jedes Jahr dieselbe Frage: Warum kommt die Wasserpest immer wieder und was hat es mit dem neuen Störenfried, dem Laichkraut auf sich? In dieser Folge von „Wasserdicht” dreht sich alles um Elodea, Laichkraut und Co. Die Wasserpflanzen haben sich in den Ruhrstauseen fest etabliert und beschäftigen den Ruhrverband Jahr für Jahr, was teilweise verheerende Auswirkungen auf den Wassersport hat. Thorsten Schlautmann spricht mit Dr. Christina Meinert-Berning und Matthäus Schallenberg darüber, woher Elodea kommt, was die Pflanze vom Laichkraut unterscheidet, wieso sich beide Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen so wohlfühlen, weshalb ihr Auftreten paradox klingt – und warum Mähboote zwar helfen, aber keine Wunderwaffe sind.

Weiterführende Links: https://ruhrverband.de/flussgebiet/invasive-arten-und-schaedlinge/elodea

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00:00:13: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wasserdicht im Podcast rund um die Wasserwirtschaft beim Ruhrverband.

00:00:19: Wenn ihr im Sommer am Baldnersee oder am Chemnardasee unterwegs seid, habt ihr bestimmt schon vielleicht gesehen das also grüne Teppiche rumwarbern auf dem Wasser.

00:00:28: Paddeln und segeln werden da zur Herausforderung!

00:00:32: War es in den vergangenen Jahren fast ausschließlich die Wasserpest, die uns das Leben schwer gemacht hat?

00:00:37: Genauer gesagt die Iludea.

00:00:38: Es ist in diesem Jahr das Krauseleichkraut, dass den Wassersporttreibenden und natürlich dem Ruhrverband das Leben so richtig schwer macht.

00:00:46: Woher kommen beide Wasserpflanzen?

00:00:48: Warum fühlen sich bei uns sowohl?

00:00:50: Und was kann man gegen sie unternehmen?

00:00:52: Darüber spreche ich heute mit Dr.

00:00:53: Kristina Meinert-Berning aus dem Kooperationslabor von Ruhrverband & Emschergenossenschaft Lippeverband.

00:01:00: Sie ist Leiterin der Mikrobiologie und Stillgewässer beim Ruhrverband.

00:01:03: Und Matteo Schallenberg, den Betriebsstellenleiter Stau-Sehen.

00:01:06: Schön, dass ihr da seid.

00:01:09: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:11: Hallo, Thorsten.

00:01:12: Herzlich willkommen bei Wasserdicht.

00:01:14: Du bist das erste Mal bei uns.

00:01:16: Dann gleich mit einem Thema, dass Sommer um Sommer eine so große Bedeutung für den Ruhrverband hat.

00:01:22: Bevor wir uns etwas näher über Wasserpflanzen unterhalten und die unter die Lupe nehmen ... Was hast du denn zu

00:01:28: tun?

00:01:29: Also erstmal habe ich im Moment mit den Wasserpflanzen zu tun, weil vor etwa drei Jahren die Teilsperren und Stauseen laborseitig in meinen Verantwortungsbereich gerutscht sind.

00:01:39: Ganz ursprünglich ist es tatsächlich nicht mein natürliches Habitat um das mal sozusagen... Das

00:01:46: hast du sehr biologisch ausgedrückt!

00:01:48: Meine Ausbildung habe ich eigentlich in einem Lebensmittelbetrieb begonnen.

00:01:51: Ich habe da meine Liebe für die Mikrobiologie entdeckt und mich nach der Ausbildung, obwohl ich mir nach dem Abi sicher war, dass ich nicht studieren möchte, doch noch entschieden nochmal zur Uni zu gehen.

00:02:01: Das hat offensichtlich ganz gut hingehauen.

00:02:03: Ich bin da sehr lange geblieben, habe aber da tatsächlich auch ausschließlich mit Bakterien gearbeitet.

00:02:09: Nach der Uni war ich dann Bei einem Biotechnologieunternehmen hier in der Region, im Qualitätsmanagement.

00:02:15: also auch Qualität was auch fürs Labor durchaus wichtig ist begleitet mich schon sehr lange und ist auch etwas das mich persönlich auch durchaus mit antreibt.

00:02:23: Ich habe aber dann festgestellt dass mir doch die Nähe zum Labor insbesondere auch die Bakterien ein Stück weit gefehlt haben und dann war eben die Nachfolge von meiner Vorgängerin ausgeschrieben.

00:02:36: da ging es um die Leitung der Mikrobiologie Und das war im Grunde genommen der Job, den ich schon immer wollte.

00:02:42: Ich habe mich dann beworben – das hat dann auch gleich geklappt und ich musste dann bei meinem alten Arbeitgeber ein paar unangenehme Gespräche führen.

00:02:49: Bin aber auch nach wie vor sehr froh jetzt seit knapp sechs Jahren bei dem Verbänden arbeiten zu dürfen bzw.

00:02:55: auch für den Rohverband arbeiten zu durfen!

00:02:58: Dann haben wir vor etwa drei Jahren im Labor Anpassungen in der Organisationsstruktur vorgenommen.

00:03:03: Seitdem sind dann die Teilsperren und Stauseen mit in meinem Verantwortungsbereich, seitdem lerne ich jeden Tag wieder neue Dinge dazu.

00:03:10: Im Moment sehr intensiv auch zu den

00:03:12: Wasserpflanzen.".

00:03:13: Darüber sprechen wir gleich noch.

00:03:15: aber ich möchte hier an dieser Stelle nochmal klarstellen es handelt sich nicht um eine Recruiting-Folge.

00:03:19: das was Christina gesagt hat hat sie aus freiem Wissen und Gewissen getan.

00:03:23: ja also freut mich natürlich dass du so gut beim Ruhrverband angekommen bist Und das tun kann's, was dir Seelenfrieden gibt.

00:03:31: Matthäus du bist ja schon alter Bekannter hier bei uns im Podcast und hast in der ersten Staffel von Wasserdicht bereits über die Funktion der Ruhrverband Stau sehen mit mir gesprochen.

00:03:40: Jetzt halten dich die Wasserpflanzen.

00:03:44: Man merkt, es ist warm, das ist über dreißig Grad und wir gehen hier ein im Studio.

00:03:49: also dich halten die Wasser Pflanzen aber in diesem Jahr ganz schnauf trapp oder?

00:03:53: Ja und da gibt es auch einiges zu erzählen.

00:03:54: ich war gerade gestern erst noch am Hafen.

00:03:57: Schäppen werden die Wasser pflanzen ja auch umgeschlagen und abstandspotiert.

00:04:02: Das ist

00:04:03: korrekt genau richtig.

00:04:05: In diesem Jahr hält mich das Thema Wasserpflanzenwachstum tatsächlich doch wieder mal mehr auftrapp als in den vergangenen Jahren.

00:04:10: Wir hatten im Grunde genommen, wenn man es ausklammert seit dem Jahr sehr gute Wassersport-Verhältnisse, die Jahre zwanzig, dreinzwanzig und fünfzwanzigt war Wasserpflanzenwachstum gar kein Thema.

00:04:25: Und jetzt mit dem Aufkommen dieser neuen Art, dem Krausenleichkraut haben wir da doch schon die ein oder andere Herausforderung mit unseren Mähboten erlebt.

00:04:35: Du hast es gerade angedeutet, wir hatten in den vergangenen Jahren immer so ein klassisches Elodea-Problem.

00:04:40: Das ist uns medial um die Ohren gehauen worden und wir mussten mähen wie die Bekloppten!

00:04:44: Und in diesem Jahr... Matthäus, Wasser pässt Leichkraut.

00:04:47: Das Ökologen hat's lacht zwar aber wann wird denn aus deiner Sicht jetzt und du hast es ja nur mit den Ruhestauseen zu tun?

00:04:54: Wann wird dann aus einer Wasserpflanze für dich ein Problem?

00:04:58: also da muss man grundsätzlich erst mal unterscheiden und weiter differenzieren wann das für wen ein problem wird.

00:05:03: Denn für uns als wasserwirtschaftler und betreiber einer Stauanlage und eines Stausees wird diese Wasserpflanze im Grunde genommen nicht zu einem Problem.

00:05:11: Das Einzige, was ich gelten lassen würde ist tatsächlich in Betrieb der Lauferserkraftwerke die wir in Hagen betreiben.

00:05:17: Da ist es so, dass zum Herbst die Wasserpflanzen abgehen.

00:05:21: Die sterben ab und landen dann vor den sogenannten Rechen an den Laufwasserkraftwerken.

00:05:26: Die Rechen sind eine Schutzeinrichtung damit nicht alles in die Turbine reingesaugt wird und die Turbene dort beschädigt.

00:05:32: Wie gesagt im Herbst gehen die Pflanzen ab und dann haben wir ein etwas höheres Aufkommen am Baggergut was wir an den Rechen rausholen müssen.

00:05:41: Die andere Situation oder dahin gehen, wo ich jetzt differenziere ist die Frage.

00:05:48: Wo entsteht das Problem sonst noch?

00:05:50: Und dass es dann ganz klar zu benennen, dass die Problematik ausschließlich an der Schnittstelle zur Freizeitnutzung entsteht.

00:05:56: und das ist eigentlich kein betrieblicher Missstand sondern Nutzungskonflikt.

00:06:00: Nutzungskonflikt kann nicht gut nachvollziehen Matthäus Kristina.

00:06:05: Lass uns noch mal ganz von vorne anfangen.

00:06:06: Ich habe gerade gesagt, in den vergangenen Jahren war die Elodea, die Wasserpest immer das große Problem.

00:06:11: aber was genau hat es denn jetzt mit dem grausen Leichkraut auf sich?

00:06:14: Also woher kommt das?

00:06:15: und vor allen Dingen was unterscheidet ist von der ElodeA mit der wir eben schon länger Probleme haben diese Grause-Leichkrauthproblematik, die haben wir jetzt in diesem Jahr meines Wissens das erste Mal tatsächlich.

00:06:28: Also tatsächlich ist es auch meines Wissens das erste Mal, dass das Krauseleichkraut in Massenbeständen bei uns in den Gewässern auftritt.

00:06:35: Wir sagen jetzt die ganze Zeit, dass es das Krauselachkraut ... Das ist nicht genau weil es ein Hybrid ist aus dem Krausenleichkraut und einem starre-spitzigen Leichkrauth Und damit heißt es dann auch nicht Putamogeton Crispus Wie wir es bisher kommuniziert haben als wir noch angenommen haben, ist das das Krausalechkraut Weil's sehr ähnlich aussieht.

00:06:54: Selbstverständlich!

00:06:55: Ich hätte sonst nur darauf hingewiesen.

00:06:57: Sondern tatsächlich ist es das quasi der Hybrid-Potamogeton Lintonii.

00:07:03: So heißt er!

00:07:05: Das ist ein Hybrid, der in NRW in Fließgewässern und Gräben schon einige Male bestimmt wurde.

00:07:12: Im Beidenalsee haben wir den Feuer noch nicht gesehen.

00:07:15: Das ist jetzt neu und da müssen wir auch erst mal schauen wie sich das auch in den nächsten Jahren entwickeln wird – das können wir im Moment noch gar nicht absehen.

00:07:24: Ganz grundsätzlich unterscheiden sich aber Leichkräuter durchaus von Elodea wesentlich.

00:07:29: Also die Elodeea bleibt halt schmal, hat viele kleine Blätter und hat auch nur so ganz dünne Wurzeln, die sich am Sediment ein bisschen anhaften.

00:07:38: Da ist schon ganz, ganz wesentlicher Unterschied zu den Leichkräutern.

00:07:40: Die Leichkäuter bilden sehr starke Rizome aus und sind tatsächlich im Sediment verankert.

00:07:45: Und wachsen eben auch aus dem Sediment und ziehen auch anders als Elodeia die Nährstoffe vorwiegend aus dem Boden und nicht aus dem Wasser

00:07:54: Also

00:07:54: auch aus dem Wasser, aber eben nicht ausschließlich.

00:07:57: Mit einem schlechten Abfluss haben wir das Problem gegeben, falls die Leichkräuter länger überleben könnten?

00:08:04: Möglicherweise hat es am Ende auch damit zu tun, welche Wasserpflanze im Frühjahr gute Startbedingungen hat.

00:08:11: Wenn zum Beispiel Elodea im nächsten Frühjah wieder bessere Bedingungen hat als z.B.

00:08:16: das Leichkraut dann könnte es genauso gut passieren dass am Gewässergrund die Lichtverhältnisse nicht so sind, dass sich die Leichkräuter in der Menge ausbilden können wie wir's in diesem Jahr sehen.

00:08:26: Das ist aber eine Entwicklung, die man tatsächlich sehr schlecht vorhersehen kann.

00:08:31: Ist das Leichkraut, das Krauseleichkrau, wenn wir mal dabei bleiben?

00:08:35: Den Fachbegriff den kann ich nicht aussprechen.

00:08:37: Das musste mir nachsehen.

00:08:38: ist es denn ähnlich wie die Ölidea auch so eine eingeschleppte Pflanze, so eine invasive Art?

00:08:43: Nein, die Leichkräuter, dass ist tatsächlich eine heimische Art und das ist tatsächlich etwas was ökologisch ja erfreulich isst.

00:08:48: also Wir haben sie jetzt tatsächlich in diesem Jahr in der Situation Dass ein eine invasive art als ein neofüt durch einer heimischer Art zurückgedrängt wurde.

00:08:56: das ist für Die Biologen eine sehr gute Nachricht.

00:09:00: Immerhin das.

00:09:01: Jetzt sind die Leichkräuter und auch die Wasserpest in den Ruhrstauseen zugegen?

00:09:07: Die Frage stelle ich mir aber trotzdem, warum sie denn ausgerechnet Baldnasee- und Chemnardasee zum Beispiel in diesem Jahr jetzt ganz besonders betroffen?

00:09:13: Also woran liegt es?

00:09:15: Genau also wir hatten in diesem Frühjahr tatsächlich verschiedene Umweltfaktoren, die zusammen gekommen sind, die ein starkes Makrophütenwachstum begünstigt haben.

00:09:24: Also zuerst gab es eine ausgeprägte schönen Wetterphase mit vielen Sonnenstunden einen relativ geringen Abfluss, was dazu führt dass man wenig mineralische Trübungen hat und das Wasser tendenziell ein bisschen klarer ist.

00:09:37: Das ist für die Makrophöten immer gut!

00:09:39: Als nächstes kam dann im Mai quasi diese sehr warme Periode in der dann das Zooplankton also die kleinen Krebstierchen, die im Gewässer leben, das Phytoplanktons filtrieren beziehungsweise auffressen kann man auch genauso gut sagen.

00:09:56: diesen Effekt des klaren Wassers nochmal und wenn dann die Sonnenstrahlen bis an den Gewässergrund dringen, weil Elodea eben noch nicht so stark vorhanden ist und quasi Sonnenstreien abfängt.

00:10:07: Ist es in diesem Jahr dazu gekommen dass quasi die Leichkräuter einen Vorteil hatten und somit stärker aufwachsen konnten?

00:10:14: An der Stelle wird es jetzt richtig spannend.

00:10:16: Du hast ja gerade gesagt, dass das massenhafte Auftreten von Wasserpflanzen eigentlich ein Indikator für gute Wasserkwalität ist.

00:10:24: Warum ist denn ausgerechnet sauberes Wasser?

00:10:26: Ein Problemverstärker dafür, dass Leichkraut, Elodea und Co dann letztendlich gedeihen können?

00:10:32: also hat das mit der Fotosynthese zu tun.

00:10:34: ich bin biologischer Leihe Ich muss das so fragen.

00:10:37: Also tatsächlich ist es so, dass die Rohrstauseen ja erst mal viel langsamer fließen als die fließenden Abschnitte der Ruhr und auch tatsächlich nicht so tief sind wie zum Beispiel die Teilsperren.

00:10:48: Das heißt das Sonnenlicht kann quasi bis an den Boden reichen Und durch die verminderte Strömungsaktivität können tatsächlich die Wasserpflanzen in den Stauseen insbesondere auch ganz gut wachsen.

00:10:59: Aus ökologischer Sicht ist das prima.

00:11:02: Gerade das Leichkraut ist für die Fische im Wald in der See und auch im Chemnadasee wahnsinnig wertvoll, weil Fische sich dort verstecken können.

00:11:11: Zum Beispiel vor den Chormoranen, weil Jungfische einen guten Lebensraum haben, um zu wachsen.

00:11:18: Es gibt grasende Fische die diese Kräuter fressen können und am Ende werden Nährstoffe gebunden und das ist für uns als Verband eigentlich zumindest in Hinsicht auf die Wasserqualität erst mal eine gute Nachricht.

00:11:29: Was Christina zu den Lichtverhältnissen gesagt hat ergibt sich aber auch aus dem Konzept der Stauseen direkt also sie sind ja konzeptbedingt flach als Fließgewässer oder Flusskläranlage angelegt und nicht als Talsperren übernehmen.

00:11:43: Güte sichern der Aufgaben und wir haben ja sehr hochwertige biologische Prozesse halt auch weiterhin in diesen Stauseen vorhanden.

00:11:50: Insofern verwundert es nicht, dass wir da sehr gute Bedingungen haben das solche Arten also insbesondere Wasserpflanzen dort gut gedeihen können.

00:12:00: Was passiert denn eigentlich Matthäus wenn Wasserpflanzen jetzt gemeinsam mit Algen diese dicken dichtem Teppiche bilden?

00:12:07: Also welche Auswirkung hat das dann konkret?

00:12:09: oder ist er gerade gesagt?

00:12:10: für uns Ist es eigentlich erst mal wurscht, ist ein Zeichen guter Gewässerkwalität.

00:12:15: Aber welche Auswirkungen hat das dann konkret auf Freizeitsport und Nutzung der Sehen?

00:12:19: Also nochmal für den Betrieb sind die Auswirkung minimal.

00:12:22: Für die Freizeitnutzer sind sie durchaus real.

00:12:25: Das nehmen wir ernst.

00:12:26: aber man muss auch ganz klar sagen aus einem Esel macht man kein Rennpferd mehr nur weil er sich bereit erklärt hat am Pferderen teilzunehmen.

00:12:34: Wie gerade schon gesagt, die Stauseen sind als Flusskläranlage angelegt worden.

00:12:38: Dass sie gleichzeitig als Freizeit und Wettkampfwässer genutzt werden ist ein Privileg muss man auch ganz klar sagen.

00:12:44: Und was die Einschränkungen für die Freizeitenutzung angeht Ja bedeutet im Endeffekt für Segler für Ruderer Kanuten Kurz gesagt dass diese sich in diesen Wasserpflanzen Teppichen dann verheddern.

00:12:56: Die bleiben drin stecken und kommen da nur sehr schlecht wieder raus.

00:12:58: Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt das der Lodere bewuchs ja durchaus deutlich intensiver war.

00:13:06: Jetzt ist es so, dass im Herbst die Elodea in der Regel brüchig wird.

00:13:09: Warum müssen das problematisch?

00:13:11: und vor allen Dingen wie gelangen dann die Pflanzenfragmente weiter flussabwärts?

00:13:14: Ja was das betrieblich bedeutet die Pflanzenfragmente ob Elodeareste oder Leichkraut wissen wir im Endeffekt jetzt noch gar nicht so genau Belegen die Rechen unserer Wasserkraftanlagen, das ist der einzige Punkt wo ich betrieblich wirklich reagieren muss.

00:13:28: Rausbaggern, Freihalten und Kontrolle dass die Rechendifferenzen an den Laufwasserkraftwerken dann auch passen und dass wir dann auch weiter Wasserkraft nutzen können.

00:13:36: Und durch diese Verdriftung könnt ihr sich quasi überall da neu ansiedeln?

00:13:40: Da reichen Wurzelfragmente aus

00:13:42: Christina?

00:13:43: Also das gilt in erster Linie für Elodiea.

00:13:47: Da Fragmente entstehen durch mechanische Einwirkungen.

00:13:50: Die treibt neu aus, siedelt sich neu an und kann sich dadurch auch tatsächlich durch die Marken nochmal verbreiten.

00:13:57: Bei den Leichkrauthybriden ist es tatsächlich so dass sie sich gar nicht so gut über Fragmente vermehren können.

00:14:03: das heißt wenn da jetzt bei der Maat Pflanzenteile abgerissen werden und verdriften ist das möglicherweise weniger problematisch.

00:14:12: Allerdings bilden, wie ich vorhin auch schon mal gesagt hatte diese Pflanzen Rizome aus unter der, also im Sediment und können sich darüber sehr gut vermehren.

00:14:20: Und wer Giersch im Garten hat oder vielleicht eine Brombeere, der weiß, wie schwer das ist dann tatsächlich auch so ne Pflanze wieder vollständig zurückzudrängen?

00:14:30: Verstehe, was du meinst.

00:14:31: Habe ich alles nicht aber... Ich habe auch keinen grünen Daumen davon abgesehen.

00:14:34: Aber dann lass uns doch jetzt an der Stelle nochmal nachhangen, Christina.

00:14:37: Dann kommen wir mal zur großen Frage Welche Möglichkeiten ist denn überhaupt gibt LODA zu bekämpfen und vor allen Dingen wo die Grenzen liegen?

00:14:44: Und jetzt haben es mit einem relativ unbekannten Leichkraut zu tun.

00:14:48: hast Du schon eine Ahnung wie wir dem beikommen können?

00:14:51: Also bei LODR war es ja so, dass der Rohrverband in der Vergangenheit Projekte initiiert hat.

00:14:55: Wo genau das getestet wurde?

00:14:57: Nämlich wie können wir da auch den Kompromiss zwischen Freizeitnutzung und Gewässerqualität vielleicht besser herstellen?

00:15:05: In diesen Projekten sind verschiedene Dinge getestete worden was natürlich dabei in erster Linie zu beachten ist.

00:15:11: jede Maßnahme die man dadurch führt muss mit der ökologischen Sicht bzw.

00:15:15: Mit der Gewässerkwalität auch vereinbar sein.

00:15:18: Das heißt keine Maßnahmen treffen, die jetzt unsere Gewässer maßgeblich negativ beeinträchtigen.

00:15:25: Leider waren die getesteten Maßnahmen zum Beispiel eine Bodenbearbeitung oder Anpflanzungen kleinwüchsiger anderer Wasserpflanzen nicht so erfolgreich, dass das tatsächlich eine nachhaltige Lösung dargestellt hat.

00:15:37: und somit ist es ja in der Vergangenheit oder in den letzten Jahren auch eher so gewesen, dass wir ein Elodia-Management betreiben müssen quasi durch die Maat Segmente frei halten können von den Pflanzen für die Wassersportler.

00:15:50: Inwiefern das mit dem Leichkraut gelingen kann, kann tatsächlich jetzt noch nicht prognostiziert werden?

00:15:56: Zum heutigen Zeitpunkt können wir auch noch nicht sicher sagen ob wir das Problem im nächsten Jahr wieder haben werden oder nicht.

00:16:02: Für die Wasserschportler macht es keinen Unterschied aber wir müssen in jedem Fall dann ran.

00:16:06: Ja, jetzt haben wir festgestellt die anderen Maßnahmen haben nicht so richtig geholfen.

00:16:10: Also Bodenbearbeitung hat nicht so wirklich geholpen.

00:16:13: Da sind Fische eingesetzt worden, die Lodea fressen sollten.

00:16:18: Da der Frastdruck nicht ausgereicht.

00:16:20: Es gab ganz viele Nädos geradezu.

00:16:22: diese Konkurrenzsituation mit Arm und Leuchteralgen hieß nie glaube ich ja?

00:16:25: Richtig?

00:16:25: Genau.

00:16:26: Wunderbar, hat also auch nicht geklappt so oder.

00:16:28: das einzige was wirklich geholfen hat über Jahre war das Mähen und Matthäus.

00:16:33: wenn wir das schon seit Jahren machen also wie diese Mähbrote einsetzen da musste uns einmal ganz kurz erklären was machen die denn eigentlich wie funktionieren sie und vor allen Dingen was leisten Sie dann realistisch?

00:16:44: Also die Mähbote die wir haben das ist das beste Werkzeug dass wir haben aber auch kein Allheilmittel.

00:16:48: das muss man ganz klar benennen.

00:16:50: Wir haben zwei verschiedene Typen von Mähbooten.

00:16:52: Die großen Mähsammelboote, die sammeln in einem Korb und die kleineren mähen einfach nur.

00:16:58: Das Leichkraut ist schwieriger als die Elodea zu mähen.

00:17:03: Leichkraut ist feingliedriger.

00:17:04: Es weicht dem Mähbalken auch aus.

00:17:07: der Aufwand pro Fläche.

00:17:08: Der steigt da auch spürbar.

00:17:10: Was die Mähbote jetzt realistisch leisten, den Baldeneise komplett freizuhalten.

00:17:15: Das ist nicht möglich.

00:17:16: also das muss man auch ganz klar benennen.

00:17:18: dafür fehlt uns alleine schon die Infrastruktur.

00:17:21: wir haben einen Umschlagplatz am Betriebshafen Schäppen, den ich eingangs ja auch schon mal kurz angeschnitten hatte und um die Mehlleistung zu erhöhen haben wir zwanzig-vierundzwanzig das erste Mal mithilfe der Bezugsregung Düsseldorf eine sogenannte Shoote auf dem baldeneise platziert um einen zusätzlichen Entladepunkt zu schaffen und die Mähleistung dadurch drastisch zu erhöhen.

00:17:43: Das haben wir in diesem Jahr wieder, ich habe mir gestern die Bilder davon auch angeguckt.

00:17:47: Also gestern als wir Feierabend gemacht haben war die Schute voll, die Mole also da wo auch abgeladen wird war voll.

00:17:54: beide Mähbote waren voll.

00:17:56: heute wird gerade damit weitergemacht das ganze Zeug dann umzubaggern in die Container und dann abzufahren.

00:18:03: Ja der wandelte sich dann ausschließlich im Leichkraut.

00:18:05: ja

00:18:06: Man kann wirklich sagen, über neunzig Prozent ist Leichkraut.

00:18:10: Ich habe es auch einfach mal in die Hand genommen dieses Zeug also.

00:18:13: von meinem Eindruck her zerfällt es weniger stark als Elodea.

00:18:17: Elodeas steht ja zu über neunsig Prozent aus Wasser.

00:18:21: Die zerfällt sehr schnell, die fängt dann an zu stinken.

00:18:24: Wird grau?

00:18:25: Bei dem Leichkraut habe ich eher so den Eindruck das ist nicht der Fall.

00:18:28: Das verliert zwar auch an Volumen aber es bleibt in so einer gummihaften Struktur.

00:18:35: Es bleibt lange sehr grün und man merkt allein schon wenn man sich einen Büschel mal nimmt... ...es ist ein ganz anderes Kraut als die Elodea.

00:18:45: Die Elodeas ist ja noch viel holziger würde ich sagen.

00:18:49: Wir hatten im Grunde genommen Betriebsanpassungen beim Mähen vornehmen müssen.

00:18:54: Die alt eingesetzten Mehlbootfahrer, die auch schon erfahren sind, haben das nach der gleichen Fassongversuch dann abzumähen.

00:19:05: Das hat nicht gut geklappt.

00:19:06: Nach Besprechung mit den Mehlboat Herstellern ist dann gesagt worden, ihr müsst ein bisschen langsamer fahren weil dieses Grau dann entsprechend ausweicht Und man muss auch die Mähförderbänder anders einstellen.

00:19:19: Man muss immer so ein bisschen kommen lassen und sammeln, bis man dann wirklich einen Berg von dem Leichkraut hat.

00:19:25: Das ist dann auch weiter transportierbar.

00:19:28: Denn die Pflanze hat die unangenehme Eigenschaft, dass sie zwischen den Förderbändern gerät und dieses Förderband dann auch löst.

00:19:36: Aber da in der letzten Handrücke Scheine zu bestätigen, das man jetzt Mittel- und Wege gefunden hat, das Leichkraut ... dennoch zu ernten und abzutransportieren.

00:19:44: Auf jeden Fall, also die Mengen, die wir da gestern gesehen haben, witzigerweise ist ein Personenschifffahrtsboot der weißen Flotte an uns vorbeigefahren als wir gerade die Schute von der Beziehungsregelung das will doch wieder reingefahren haben.

00:19:58: und es muss wahrscheinlich sehr witzig ausgesehen haben wenn man jetzt eigentlich eher so auf Kreuzfahrzeichen unterwegs ist Der Pott mit dem ganzen Kraut an einem vorbeigefahren.

00:20:09: Man hat uns munter zugewunken, aber ich denke auch an der Stelle sieht die Bevölkerung dann halt auch das erfolgreich ist und dass wir da wirklich alles Mögliche unternehmen um dem herzuwerden.

00:20:20: Wir

00:20:20: haben da einen Flottern gesagt, die sollen extra an euch vorbei fahren damit man sieht, dass wir arbeiten.

00:20:24: Nein!

00:20:25: Ganz im Ernst also... Matteos, du hast es ja gerade schon angedeutet.

00:20:29: Da ist jetzt nicht nur da Rohrverband sondern da sind mehrere Protagonisten mit beschäftigt In dieser besonderen Kooperation.

00:20:36: klärt doch mal, wie arbeiten Ruhrverband?

00:20:38: Ich glaube statt Essen ist noch dabei.

00:20:40: Weiße Flotte und die IG-Baldenei sind dann quasi so die Anreiner des Baldener Seesverein und sowas, die sich da organisieren.

00:20:46: Wie arbeiten sie konkret zusammen?

00:20:49: Ja also wir haben jetzt seit etlicher Zeit eine Kooperation zwischen denen beteiligten.

00:20:54: Ursprünglich war es ja so dass der Ruhrverband im Grunde genommen fast alles alleine gemacht hat Und die Kooperation sieht jetzt mittlerweile so aus, dass der Ruhrverband als Dienstleister auftritt und die Mähbote, die technische Infrastruktur, die Grundstücke – alles was erforderlich ist um zu mähen zur Verfügung stellt.

00:21:14: Die weiße Flotte, die ja auch eine Tochter der Stadt essen ist.

00:21:17: Die stellt das Personal zur Verfügung also beispielsweise die Baggerführer um das Leichkraut dann umzuschlagen aber auch die Mähbootfahrer, die dann entsprechend ausgestattet werden.

00:21:28: Die Egebaldenei vertritt die Interessen in der Vereine und gibt da entsprechend die Hinweise wo dann auch... zukünftig dann gemäht werden muss.

00:21:37: Alles aber auch in Abstimmung mit den Sport- und Bäderbetrieben der Stadt Essen, denn der Baldeneisee ist ja auch als Wettkampfsschauplatz genutzt.

00:21:47: Du hast gerade schon unsere Mehlboote angesprochen.

00:21:50: die haben ja so klangvolle Namen wie Nimmersat Manati Kaiman.

00:21:54: Welche Boote sind denn aktuell im Einsatz?

00:21:56: Und der Keiman, das ist ja quasi das Boot, was wir zuletzt noch dazu geholt haben.

00:22:00: Witzigerweise ist er so eine Art Krokodilsache jetzt mal.

00:22:03: Also vermutlich das erste pflanzenfressende Krokodel im Einsatz generell beim Rohrverband.

00:22:09: Warum war die Verstärkung durch Keiman wichtig?

00:22:11: Im Einsatz sind momentan alle Mähbote, die wir haben.

00:22:14: Also die Nimmersat, die Manati am Chemnader See der Keiman auch im Baldenersee und das sogenannte Ber-Kieboot.

00:22:22: ich will jetzt eigentlich gar keine Werbung machen.

00:22:25: Sprich

00:22:25: frei heraus

00:22:26: Matthias!

00:22:26: Der Hersteller... Wir haben keinen Namen für dieses Boot aber wenn wir einen Namen hätten finden sollen dann wäre er sicherlich auch eher in Richtung Manati, Keiman oder Pernania gegangen.

00:22:36: Nehmen wir's

00:22:36: Karl Heinz für den Rest des Podcasts.

00:22:39: Ja, wir haben zwanzig-vierundzwanziger dieses Jahr erlebt wo das Wasserpflanzenwachstum besonders groß war und Wir hatten da sehr viel Pech.

00:22:48: Zum einen sind uns die Boote ausgefallen Und zu dem Pech kam dann noch das Unglück dazu dass wir für Ersatzteilbeschaffung wirklich sehr lange warten mussten.

00:22:57: also Da kam es dann beispielsweise dazu Dass wir Für ersatzteile mehrere Wochen warten musten die dann aus Italien beispielsweise verschifft werden mussten.

00:23:08: Und am Ende der Saison hat man sich dann tief in die Augen geguckt und gesagt, will man das weiter so mitmachen oder nicht?

00:23:16: Die Boote sind jetzt alle wieder auf einem technisch guten Stand.

00:23:19: Aber man hat sich dann doch entschieden, ein weiteres Mähboot zu beschaffen.

00:23:26: So kam der Karlmann dann zu uns.

00:23:29: Jetzt mähen wir Jahr für Jahr die Wasserpflanzen Und das reduziert den Pflanzenbestand deutlich, speziell zu den Hochzeiten der Wettkämpfe.

00:23:39: Aber sie kommen auch wieder!

00:23:41: Christina, warum ist es so?

00:23:43: Welche Rolle spielen dabei Wetter- und Wassertemperaturen?

00:23:47: In erster Linie haben wir Pflanzen, die einfach im Winter über Dauerungsformen ausbilden und dann im Frühjahr wieder anwachsen.

00:23:57: ist tatsächlich einfach ein sehr natürlicher Prozess, der in den allermeisten Fällen ja auch sehr willkommen ist.

00:24:02: und wie gesagt aus ökologischer Sicht für die Ruhestau sehen ist das eine positive Entwicklung.

00:24:07: Auch bei den Wasserpflanzen ist es so, wie auch bei Laubbäumen oder eben anderen Pflanzen das im Frühjahr die Knospen austreiben.

00:24:14: Dann über das Frühjah quasi das Wachstum beginnt und intensiviert wird.

00:24:21: Wie gesagt hier wird es spannend am nächsten Frühjahren zu sehen wer dann quasi ... Die Nase vorn hat ne?

00:24:27: Den größten Vorteil hat in dem Zeiträumen von etwa... Bei Elodea April bis September haben wir das stärkste Wachstum.

00:24:37: Beim Leichkraut ist es so, dass das Hauptwachstum im Juni bis August stattfindet.

00:24:43: Dann haben wir quasi die Massenentwicklung an Biomasse – so kann man's ja nennen!

00:24:47: Und dann im Herbst fallen dann tatsächlich zumindest beim Leuchkraut eher diese großen Blätter, die es hat, fallen dann ab und auch die Stängel reduzieren sich.

00:24:56: Das Leichkraut kann dann entweder sich in den Wurzelbereich zurückziehen und quasi über die Rizome überwintern oder eben auch sogenannte Winterknospen ausbilden also die heißenden Fachbegriff Turionen, die dann eben auch im Frühjahr wieder austreiben können.

00:25:11: Elodea zerfällt eben auch am Herbst sinkt ab Aber auch da überwintern Pflanzenteile, die auch im Frühjahr dann wieder austreiben können.

00:25:19: Also im Grunde genommen haben wir einfach sehr natürliche Prozesse.

00:25:24: Das einzige was bei Elodea nachhaltig ein bisschen zu viel Entspannung geführt hat waren dann eben Hochwasserereignisse wenn diese Pflanzenteile wirklich weggespült werden.

00:25:32: aber auch das war ja keine nachhaltige Reduktion oder keine komplette Entfernung.

00:25:37: Beim Leichkraut ist es so, dass es tatsächlich relativ auch winterharte Formen gibt und ganz gut überwintern kann.

00:25:43: Deswegen wird die Entwicklung in den nächsten Jahren auf jeden Fall spannend sein?

00:25:47: Ja interessant hast du das gesagt hast Christina.

00:25:49: ich kann das bestärken.

00:25:50: Das Ökosystem ist ja nun mal dynamisch und das wird es auch immer bleiben.

00:25:54: Frage natürlich wie man damit umgeht.

00:25:56: Was ich aus betrieblicher Sicht aber durchaus ergänzen kann, wir sind mit dem Monitoring jetzt tatsächlich auch noch mal weiter befasst.

00:26:04: Wir nutzen Airborne-Methoden also wir gucken jetzt aus dem Weltall auf den Stausee und haben jetzt ein satellietengestütztes Monitoring aufgebaut das wir über Sentinel II Daten dann nutzen wollen.

00:26:18: vielleicht gelingt es dann auch ganz gut eine vierzehn Tage Vorhersage für das Makro Fütenwachs um durchzuführen.

00:26:24: Das ist jetzt kein Forschungsprojekt, wie beispielsweise ELODA-I oder II.

00:26:30: Das ist eine Sache die wir jetzt operationell dann auch mal testen wollen um zu gucken ob das wirklich eine Sache ist die wir in Zukunft dann auch weiter nutzen können.

00:26:38: Okay, dann wird ich sagen da sind wir ja schon mal ein großes Stückchen offensichtlich weitergekommen.

00:26:44: Denn noch würde mich natürlich interessieren wie ihr euch den zukünftigen Umgang mit Wasserpflanzen wünschen würdet auf der einen Seite fachlich aber natürlich auch im Zusammenspiel mit der Öffentlichkeit.

00:26:52: Wie gehen wir als Rohrverband damit am geschicktesten um?

00:26:55: Christina fangen wir mal mit dir an.

00:26:57: Also ich glaube mit dem Veränderungen, die uns in den nächsten Jahrzehnten sicher beschäftigen werden auch in Hinsicht auf dem Klimawandel.

00:27:05: Werden wir es auf jeden Fall weiter mit Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen zu tun haben?

00:27:11: Hier kann ich noch mal betonen dass das eben aus ökologischer Sicht und für die Wasserqualität eigentlich eine sehr positive Entwicklung ist und am Ende stellt ja auch die Ruhrwasser für die Trinkwasserversorgung sehr vieler Menschen im Ruhrgebiet zur Verfügung.

00:27:24: Das ist etwas wo ich mir wünschen würde Und ich kann verstehen, dass man sich darüber ärgert.

00:27:30: Wenn man Ruder hat und man bleibt in den Pflanzen hängen.

00:27:34: Ich kann auch verstehen wenn man segelt und auf einmal das Boot nicht mehr so gut manövriert weil eben die Wasserpflanzen da sind.

00:27:40: Dass man in dem Moment vielleicht noch mal kurz darauf blickt, dass es tatsächlich eigentlich was Gutes ist, was da in den Rohrstauseen passiert?

00:27:47: Die Wasserkwalität hat sich in den letzten Jahren verbessert.

00:27:50: Auch das Baden in der Ruhr ist wieder möglich.

00:27:52: also im Grunde genommen wäre es glaube Wenn man sich daran erinnert, was für ein wertvolles Ökosystem wir da haben.

00:28:01: Das ist schön!

00:28:02: Was magst du noch ergänzen?

00:28:04: Ich würde gerne das Bild mit dem Rennpferd und dem Esel bedienen.

00:28:08: Man kann aus einem Esel keinen Rennfahrt machen.

00:28:10: nur weil der Esel sich freiwillig dazu erklärt hat an diesem Pferderenteil zu nehmen, kann es am Ende nicht heißen dass wenn er verliert dann auch geschlachtet wird.

00:28:19: Für die Stauseen ist das im Grunde genommen so zu interpretieren, wir haben uns als Rohrverband und als Betrieb ja freiwillig bereit erklärt auch Freizeitmutzung zu ermöglichen.

00:28:30: Das heißt aus meiner Sicht aber nicht dass die Stau sehen alles leisten können und alles abdecken was von ihnen erwartet wird.

00:28:37: und wenn es dann nicht funktioniert ist das nicht versagen sondern Missverständnis über die Grenzen des ganzen Systems.

00:28:44: Das hätte ich nicht schöner formulieren können.

00:28:46: Also auf der einen Seite Verständnis für die Freizeit-Nutzerin und Nutzer, auf der anderen Seite müssen wir im Auge behalten es wird halt nicht nur Sport getrieben auf dem Baldener See sondern erfüllt eben auch einen Sinn und Zweck.

00:29:00: Ja liebe Christina lieber Matthäus Total schön, dass ihr da gewesen seid.

00:29:04: Ich bin mal gespannt zu welchem biologischen Thema natürlich die Stauseen betreffend wir uns dann beim nächsten Mal zusammenfinden.

00:29:13: an dieser Stelle erst einmal herzlichen Dank an euch wünsche euch noch einen schönen Tag und ihr lieben.

00:29:19: euch sei gesagt das war wasserdicht schon wieder für heute.

00:29:21: in der nächsten Folge erwarten euch erneut spannende Einblicke rund um die ruhe den Ruhrverband und natürlich auch die Herausforderung der modernen Wasserwirtschaft.

00:29:30: Und wenn euch diese Folge gefallen hat, ich sage es jedes Mal.

00:29:33: Folgt uns auf eingängigen Podcast-Plattformen, bewertet uns, gebt uns fünf Sterne und empfehlt Wasserdicht gerne weiter!

00:29:41: In diesem Sinne bis zur nächsten Folge.

00:29:43: Tschüüüün.

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